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Finde heraus, welcher Führungsstil zu dir passt!

Finde heraus, welcher Führungsstil zu dir passt!

Welche Führungsstile gibt es überhaupt? Und welcher ist dann der beste?

Die Frage hat sich bestimmt schon jeder von euch gestellt. Und wie so oft gibt es auch hier keine allgemeingültige Antwort. Welcher Stil am besten passt, hängt oft auch von der Situation ab.  Das wird auch situative Führung genannt und kommt von Hersey & Blanchard: Sie gehen davon aus, dass du stets den Führungsstil auswählen solltest, der zur Situation und zu deinen jeweiligen Mitarbeitern passt.

Nach dieser Theorie durchläuft jeder Mitarbeiter verschiedene Entwicklungsstufen, die dann einem bestimmten Führungsstil zugeordnet werden können:

  • Stufe 1: geringe Reife (Motivation, Wissen und Fähigkeiten fehlen)
  • Stufe 2: geringe bis mäßige Reife (Motivation, jedoch fehlendes Wissen / fehlende Fähigkeiten)
  • Stufe 3: mäßige bis hohe Reife (Fähigkeiten, jedoch fehlende Motivation)
  • Stufe 4: hohe Reife (Motivation, Wissen und Fähigkeiten vorhanden)

Ob und inwiefern du dich an einem der zahlreichen „vorhandenen“ Stile orientieren möchtest, entscheidest du selbst.

Diese Stile gibt es

Wir haben dir hier die wichtigsten aufgelistet. Erkennst du dich wieder?

Beim autoritären Führungsstil gibst du ganz klar die Richtung vor: Du gibst präzise Anweisungen, dirigierst, lenkst und beaufsichtigst gewissenhaft die Durchführung der Aufgaben. Deinen Mitarbeitern bleibt hier wenig bis kein Spielraum selbst zu denken, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen – du nimmst ihnen in dieser Hinsicht alles ab. Die Hierarchien sind hier ganz klar geregelt. Wie jeder Stil hat auch der autoritäre Vor- und Nachteile.

Beim patriarchalischen Stil triffst du deine Entscheidungen selbst und versuchst dann deine Mitarbeiter davon zu überzeugen, dass du Recht hast. Du überzeugst deine Mitarbeiter von der Notwendigkeit der auszuführenden Aufgaben und holst dir Vorschläge ein, um Arbeitsabläufe und Entscheidungen kontinuierlich zu verbessern.  Du überzeugst, trainierst, argumentierst und erklärst.

Beim partizipativer Stil treffen deine Mitarbeiter eigenständig Entscheidungen, beraten sich zu ihren Themen und Verantwortungen. Du beziehst sie mit ein, berätst und ermutigst und unterstützt sie bei ihren Herausforderungen. Du bist Vertrauensperson und Ansprechpartner bei der Hilfe zur Selbsthilfe.

Beim delegativen oder auch kooperativen Stil überträgst du deinem Team sämtliche Verantwortung und sie entscheiden alles selbst. Du bist Koordinator nach Innen und Außen, moderierst eure Teamsitzungen und schlichtest im Streitfall. 

Neben den genannten Stilen gibt es zahlreiche weitere, die sich fast alle in ihren Definitionen und Abgrenzungen auf eine gewisse Art und Weise vermischen und decken.

Grundsätzlich gilt aber: Je mehr du deinen Mitarbeitern zutraust, desto selbstständiger arbeiten sie und desto mehr trauen sie sich letztlich selbst zu (X-Y-Theorie) Je mehr du sie in Entscheidungen einbindest, desto mehr Verantwortung übernehmen sie und desto eher denken sie in größeren Zusammenhängen, wenn sie eigene Entscheidungen treffen.

Mit welchem Stil führst du?

Du hast nun einen guten Überblick dazu bekommen, welche Führungsstile und Prinzipien es gibt. Wie ist dein Stil? Wie viel Entscheidungsspielraum und Verantwortung gibst du an dein Team ab? Mit folgender Übung - in Anlehnung an Alexander Groth - kannst du deinen Stil ganz leicht selbst finden. 

Übung

Beobachte über einen längeren Zeitraum wann du welche Entscheidungen triffst und bei welchen Entscheidungen du als Mitarbeiter gerne mit einbezogen worden wärst. Beachten solltest du dabei, dass nicht jede einzelne Entscheidung durch dein ganzes Team getroffen werden muss. Viel wichtiger ist, dass jeder die Möglichkeit hat gehört zu werden und Ideen, Kritik und Wünsche in den Entscheidungsprozess einzubringen. Gut ist, wenn du dir eine persönliche Checkliste erstellst, um sicherzugehen, dass du dein Team einbeziehst und auf dem Laufenden hältst. Wenn du dir über einen Zeitraum von 2 - 4 Wochen die Zeit nimmst, jedes Mal eine Notiz zu machen, wenn du eine Entscheidung triffst, kannst du dir am Ende in Ruhe Gedanken dazu machen, bei welchen Entscheidungen du als Mitarbeiter gerne mit einbezogen worden wärst. Wenn du dir unsicher bist, kannst du dich auch kurz mit deinen Mitarbeitern absprechen, bei welchen Dingen sie sich wie einbringen wollen, um dann entsprechen deine Prozesse anzupassen. 

Wie du eure Organisationskultur beeinflussen kannst

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Wofür brauche ich eigentlich dieses aktive Zuhören?

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