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So organisiert du eigenverantwortliche Mitarbeiterentwicklung: das Peer-to-Peer-Review

So organisiert du eigenverantwortliche Mitarbeiterentwicklung: das Peer-to-Peer-Review

Du kennst sicherlich das eine oder andere Teammitglied, das sich Entwicklungsmöglichkeiten wünscht und eigentlich nicht weiß in welche Richtung es gehen soll. Der Blick geht dann schnell Richtung HR oder zur Führungskraft: sie sollen das Problem lösen. Der 'nächste Satz' der Person lautet dann ungefähr "Ich habe hier keine Entwicklungsmöglichkeiten".

Das ist sehr schade und was du tun kannst, um das Problem zu lösen und gleichzeitig wenig Arbeit damit zu haben: Führe das Peer-to-Peer Review ein! Du unterstützt dein Team mit einer Methodenanleitung und überlässt sie dann eigenverantwortlich sich selbst. Bei Fragen zur Methodik bist du natürlich der Experte / die Expertin mit dem offenen Ohr und einem guten Ratschlag.

Das Peer-to-Peer Review ist ein wertvolles Werkzeug bei der persönlichen Entwicklung. Mitarbeiterinnen lernen sich selbst Ziele zu setzen und sie eigenständig zu erreichen. Gleichzeitig trainieren sie wichtige Softskills wie Feedback geben und aktives Zuhören. Einen aktiven Wissenstransfer gibt es dann noch oben drauf.

Mit dieser Vorlage kannst du einfach die Rahmenbedingungen und Hilfestellung für das Peer-to-Peer Review zu schaffen. 

Gibt deinen Teammitgliedern einen Input dazu, wie sie sich Ziele setzen und was sie dabei beachten sollten. Hier findest du einen gute Übersicht mit den SMART-Kriterien.

Auch ein kleiner Workshop mit deinem Team ist dazu ganz gut geeignet. Dabei kannst du jeden bitten sich ein Ziel zu setzen, dann erklärst du die SMART-Kriterien und anschließend prüft ihr eure Ziele, ob sie SMART sind. Das wird wahrscheinlich nicht der Fall sein. Der nächste Schritt ist dann das Ziel SMART zu machen. Einplanen solltest du je nach Gruppengröße etwa 90 Minuten. Wenn ihr früher fertig seid, übt ihr einfach noch mit euren Unternehmenszielen weiter - die sind sicherlich nicht SMART.            


Peer-to-Peer - Anleitung für deinen Mentee


1. Aufgabe: Setze dir ein smartes Ziel

  • Schreibe dein Ziel auf eine der Karten und hänge es so auf, dass du es im Auge behältst (zu Hause oder auf der Arbeit).
  • Prüfe regelmäßig ob es wirklich dein Ziel ist. Wenn es dir schwer fällt dich dazu zu motivieren, ist es vermutlich nicht attraktiv und du willst eigentlich etwas anderes erreichen. Wenn dem so ist, pass dein Ziel an.
  • Teile anderen mit, dass du dieses Ziel hast – soziale Unterstützung ist sehr hilfreich!

2. Aufgabe: Finde einen Mentor

Suche dir einen Mentor, der dir Ratschläge und Tipps geben kann. Es sollte jemand sein, dem du vertraust und Erfahrungswissen in Bezug auf dein Ziel mitbringt.

3. Nun überlege dir Folgendes:

  • Was kann dein Mentor tun, um dich bestmöglich zu unterstützen?
  • Was erwartest du von deinem Mentor?
  • Woran könntest du erkennen, dass dein Mentor eine gute Wahl war?

4. Unternimm jetzt folgende Schritte:

  • Sprich deinen Mentor an und frage, ob und wann sie 10 Minuten Zeit für dich hat.
  • Erkläre ihr, was du dir für ein Ziel gesetzt hast.
  • Frage sie, ob sie sich alle zwei Wochen 20 Minuten Zeit für dich nehmen kann und ob es etwas gibt, womit du dich revanchieren kannst.

Agenda für euer Peer-to-Peer - Treffen


Während eures 20-Minütigen Peer-to-Peer Meetings gilt für euch folgende Agenda mit dem Ziel, dass der Mentee Feedback bekommt.

Agenda für den Mentee       

Die ersten 5 Minuten (bitte vorbereiten):

  • Fasse kurz zusammen, was du seit dem letzten Meeting für deine Zielerreichung unternommen hast.
  • Welche Schritte hast du unternommen, um dein Ziel zu erreichen? Wie bist du vorgegangen?
  • Welche Interaktionen gab es, die mit deinem Ziel in Verbindung standen?
  • Was wolltest du damit bezwecken? Gab es Herausforderungen?
  • Hast du dich in einigen Situationen unwohl gefühlt?

15 Minuten Austausch: Stelle folgende Fragen bzgl. Selbst- & Fremdwahrnehmung:

  • Wie haben andere mich in der letzten Woche wahrgenommen?
  • Was genau hat bei ihnen diese Reaktionen ausgelöst?
  • Wie hätte ich einen anderen Eindruck vermitteln können?
  • Was genau hat zu ihren Reaktionen geführt?

Hole dir einen Ratschlag:

  • Warst du mal in einer ähnlichen Situation?
  • Was hast du genau gemacht?
  • Wie bist du deinen Herausforderungen begegnet?
  • Was würdest du an meiner Stelle machen?

 

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